Inhalt dieses Ratgebers
Ihre Website soll mehrere Leistungen erklären, Arbeitsbeispiele zeigen und Anfragen ermöglichen. Die erste schwierige Entscheidung fällt oft schon vor dem Entwurf: Was bekommt eine eigene Seite, was gehört zusammen und was muss oben im Menü stehen? Ein Seitenbaum hilft, diese Fragen mit konkreten Kundenwegen zu beantworten.
Im folgenden, frei erfundenen Beispiel plant eine kleine Fahrradwerkstatt einen neuen Auftritt. Sie bietet Inspektionen, Reparaturen und einen gesonderten E-Bike-Service an. Kunden können einen Werkstatttermin anfragen; ein Termin gilt erst nach Rückmeldung als vereinbart. An diesem überschaubaren Betrieb lässt sich die Struktur vollständig durchspielen.
Die Seiten aus den Aufgaben Ihrer Kunden ableiten
Notieren Sie zunächst, was Menschen auf der Website erledigen möchten. Für die Werkstatt sind das beispielsweise: eine Reparaturmöglichkeit prüfen, den Umfang einer Inspektion verstehen oder Adresse und Öffnungszeiten finden. „Unsere Philosophie vorstellen“ ist dagegen zunächst ein Wunsch des Betriebs. Ob daraus eine eigene Seite wird, hängt davon ab, welche nützlichen Informationen sie enthält.
Ordnen Sie jeder Kundenaufgabe einen eindeutigen Zielort zu. Die Reparaturseite erklärt typische Arbeiten und welche Angaben für eine Einschätzung helfen. Die Kontaktseite bündelt Öffnungszeiten, Anfahrt und die Terminanfrage. Dadurch entsteht ein Plan für Inhalte und Verbindungen, bevor Schriftarten oder Bilder ausgewählt werden.
Ein Seitenbaum für die Beispielwerkstatt
Die folgende Tabelle ist ein möglicher erster Umfang. Die Einrückung wird hier durch den jeweiligen übergeordneten Bereich beschrieben. Die genauen Leistungen und Grenzen müssten bei einem wirklichen Betrieb fachlich bestätigt werden.
| Seite | Platz und Aufgabe |
|---|---|
| Startseite | Einstieg mit den drei Leistungen, Einblick in die Werkstatt und Weg zur Anfrage. |
| Leistungen | Übersicht im Hauptmenü. Führt zu Inspektion, Reparaturen und E-Bike-Service. |
| Inspektion | Unterseite von Leistungen. Erklärt den vorgesehenen Prüfumfang und den Ablauf der Abgabe. |
| Reparaturen | Unterseite von Leistungen. Beschreibt bearbeitete Probleme und die nötigen Angaben zum Fahrrad. |
| E-Bike-Service | Unterseite von Leistungen. Nennt die tatsächlich betreuten Systeme und mögliche Einschränkungen. |
| Werkstatt | Hauptmenü. Stellt die Personen, ihre Aufgaben und die Räume vor. |
| Kontakt | Hauptmenü. Enthält Öffnungszeiten, Adresse, Kontaktwege und die Terminanfrage. |
Ein eigener Bereich für Arbeitsbeispiele kann später hinzukommen, wenn geeignetes Material vorliegt. Zwei Fotos ohne Erklärung benötigen noch kein zusätzliches Menü. Sie können zunächst auf der passenden Leistungsseite zeigen, welche Arbeit dort beschrieben wird.
Hauptmenü, Untermenü und Fußbereich unterscheiden
Das Hauptmenü der Beispielseite lautet „Leistungen“, „Werkstatt“ und „Kontakt“. Ein hervorgehobener Verweis „Termin anfragen“ führt direkt zum Formular. Diese Bezeichnung verspricht keine sofortige Buchung. Die Startseite bleibt über das Logo erreichbar; die Navigation muss diesen Weg verständlich machen.
Unter „Leistungen“ erscheinen die drei Detailseiten. Die Übersichtsseite bleibt ebenfalls aufrufbar. Ein Mensch, der sein Problem noch nicht zuordnen kann, erhält dort eine kurze Erklärung statt nur drei Fachbegriffe. Das Untermenü muss auf dem Smartphone durch Antippen funktionieren und darf nicht ausschließlich beim Überfahren mit der Maus erscheinen.
Wiederkehrende Kontaktdaten und die Verweise auf Impressum und Datenschutz gehören in den Fußbereich. Dort können weitere hilfreiche Seiten erreichbar sein. Wichtige Leistungen sollten Besucher aber bereits im passenden Zusammenhang finden. Die W3C-Gestaltungshinweise empfehlen eine konsistente Navigation und Orientierungshilfen. Für diesen Entwurf heißt das: gleiche Bezeichnungen und dieselbe Menüordnung auf allen Seiten.
Drei Kundenwege vor der Gestaltung prüfen
Die erste Person kennt das konkrete Problem. Sie landet aus einer Suche direkt auf „Reparaturen“. Dort findet sie die passenden Informationen und den Verweis „Reparatur anfragen“. Sie muss weder über die Startseite noch zunächst durch die gesamte Leistungsübersicht gehen.
Die zweite Person sucht eine Werkstatt für die regelmäßige Wartung. Sie beginnt auf der Startseite, öffnet „Inspektion“ und möchte anschließend wissen, wer an ihrem Fahrrad arbeitet. Ein passender Verweis zur Werkstattvorstellung verbindet diese Fragen. Von dort bleibt die Anfrage erreichbar.
Die dritte Person möchte ihr Fahrrad abholen. Für sie sind Öffnungszeiten und Adresse wichtiger als ein neuer Auftrag. Der Kontaktbereich muss diese Angaben unmittelbar zeigen. Ein großer Anfragebutton allein beantwortet ihr Anliegen nicht.
Wann eine zusätzliche Unterseite sinnvoll ist
Die Beispielwerkstatt könnte Bremsen-, Schaltungs- und Reifenreparaturen zunächst gemeinsam erklären. Eigene Unterseiten werden erst dann hilfreich, wenn sich Umfang, Voraussetzungen oder benötigte Informationen deutlich unterscheiden und genügend eigenes Material vorliegt. Drei fast gleiche Seiten mit ausgetauschter Überschrift erschweren die Pflege und die Orientierung.
Auch ein zweiter Kundenkreis braucht nicht automatisch eine zweite Website. Prüfen Sie zuerst, welche Fragen tatsächlich anders sind. Für gewerbliche Fahrradflotten könnten etwa feste Ansprechpartner und organisierte Abholungen eine eigene Angebotsseite begründen, sofern der Betrieb diese Leistung wirklich anbietet.
Die Struktur als Arbeitsgrundlage übergeben
Ergänzen Sie Ihren Seitenbaum um drei Angaben: Welche Frage beantwortet die Seite, welches Material ist vorhanden und wohin führt der nächste sinnvolle Link? Schreiben Sie die geplanten Menübegriffe wörtlich auf. So lässt sich früh erkennen, ob derselbe Inhalt unter mehreren Namen auftaucht.
Die grundsätzliche Entscheidung zwischen einer kompakten und einer mehrseitigen Website behandelt der Beitrag Onepager oder mehrseitige Website. Für Texte und Bilder hilft die Materialübersicht zur Firmenwebsite. Wenn Sie die Struktur zusammen mit der Website gestalten lassen möchten, schicken Sie PEMKO Ihre wichtigsten Leistungen und typische Kundenanliegen über die Projektanfrage. Ein einfacher Seitenbaum auf Papier genügt als Gesprächsgrundlage.
Ihr nächster Schritt
Besprechen wir Ihre Website.
Welche Leistungen bieten Sie an? Was soll ein Besucher auf Ihrer Website erledigen können? Mit diesen Angaben beginnt die Planung.
Projekt anfragenAktualisiert am 27.09.2026 · Weitere Ratgeber