Inhalt dieses Ratgebers
Ein Besucher findet Ihr Unternehmen auf Google Maps und möchte einen Termin vereinbaren. Der angeklickte Link führt jedoch nur zur Startseite. Dort muss er zwischen Leistungen, Team und Kontakt erneut suchen. Oder er öffnet eine Speisekarte, die noch das frühere Angebot zeigt. Beide Wege können technisch funktionieren und trotzdem am eigentlichen Anliegen vorbeigehen.
Die Verbindung zwischen Unternehmensprofil und Website ist deshalb eine kleine, eigenständige Planungsaufgabe. Es reicht nicht, irgendwo die Domain einzutragen. Zielseite, Standort und gewünschte Handlung müssen zusammenpassen. Hier geht es um die Pflege eines vorhandenen, berechtigten Profils und seiner Links. Es geht nicht darum, für jedes Einsatzgebiet zusätzliche Unternehmensprofile anzulegen.
Website-Link und Aktionslinks getrennt betrachten
Der allgemeine Website-Link hilft Interessenten, Ihren Betrieb kennenzulernen. Je nach Kategorie und verfügbaren Funktionen kann das Profil außerdem Verknüpfungen zu konkreten Aufgaben enthalten, beispielsweise zu Speisekarten, Bestellungen oder Buchungen. Google beschreibt diese Möglichkeiten in seiner Hilfe zu lokalen Unternehmenslinks. Welche davon für Ihr Profil tatsächlich verfügbar sind, wird im jeweiligen Konto geprüft.
Für die Planung erstellen Sie eine kurze Zuordnungsliste. Links werden nicht vorsorglich zu Funktionen ergänzt, die Sie gar nicht anbieten. Ein Button für eine Reservierung sollte einen Reservierungsweg öffnen. Ein Kontaktformular kann passend sein, wenn dort tatsächlich Reservierungsanfragen bearbeitet werden und die Rückmeldung klar erklärt ist. Eine bloße Nachricht darf nicht wie ein bereits bestätigter Termin erscheinen.
Beispiel: Ein Café mit zwei unterschiedlichen Angeboten
Das folgende Café ist frei erfunden. Es hat einen realen Standort, bietet tagsüber Frühstück an und vermietet abends einen Raum für geschlossene Veranstaltungen. Für das Frühstück werden Tischanfragen bearbeitet; für Veranstaltungen braucht der Betrieb Datum, ungefähre Personenzahl und die gewünschte Nutzung. Beide Anliegen über dieselbe unbeschriftete E-Mail-Verknüpfung zu führen, würde unnötige Rückfragen erzeugen.
| Anliegen | Geeignetes Ziel auf der Website | Was dort klar sein muss |
|---|---|---|
| Den Betrieb kennenlernen | Startseite oder passende Standortseite | Angebot, Adresse, Öffnungszeiten und Kontakt. |
| Aktuelle Speisen ansehen | Mobile Speisekarte | Gültiges Angebot, lesbare Inhalte und Pflegezuständigkeit. |
| Einen Tisch anfragen | Der tatsächliche Reservierungsweg | Anfrage oder sofort bestätigte Buchung? |
| Eine Feier planen | Leistungsseite für Veranstaltungen | Raum, Voraussetzungen und die Angaben für ein Angebot. |
Nicht jede Zeile lässt sich zwingend als eigener Google-Profilbutton abbilden. Die Tabelle ordnet zunächst die Aufgaben auf der Website. Anschließend werden nur die im Profil verfügbaren und sachlich passenden Verknüpfungen verwendet. Die Veranstaltungsseite kann zum Beispiel über die normale Navigation erreichbar bleiben, wenn kein passendes Profilfeld vorhanden ist.
Bei mehreren Standorten die richtige Niederlassung öffnen
Google verlangt eine Website, die den konkreten Unternehmensstandort repräsentiert, beziehungsweise eine unmittelbar zum Betrieb gehörende Kontaktmöglichkeit. Name und Standortangaben müssen der tatsächlichen Unternehmensdarstellung entsprechen. Die Einzelheiten stehen in den Richtlinien für Unternehmensprofile. Eine beliebige Ortsseite für ein Einsatzgebiet belegt noch keine dortige Niederlassung.
Praktisch bedeutet das: Das Profil der Filiale Nord sollte Besucher nicht ohne Erklärung zu Öffnungszeiten und Telefonnummer der Filiale Süd schicken. Auf der passenden Standortseite stehen die tatsächlichen Leistungen, Ansprechpartner und Besuchsinformationen. Gemeinsame Unternehmensinformationen können zentral bleiben. So vermeiden Sie unterschiedliche Angaben, die an mehreren Stellen unabhängig geändert werden müssten.
Für einen Betrieb mit nur einem Standort ist die Startseite häufig ein brauchbares Ziel, wenn die wichtigsten Angaben dort leicht auffindbar sind. Eine zusätzliche Standortseite wird erst dann sinnvoll, wenn sie eine echte Aufgabe übernimmt. Die Grundlagen einer lokalen Unternehmenswebsite helfen bei dieser Entscheidung.
Wie Standortdaten, Filialfinder und Zuständigkeiten auf der Website zusammenpassen, erläutert der Leitfaden Website für mehrere Standorte planen.
Jeden Link aus Sicht eines neuen Kunden testen
Öffnen Sie das öffentliche Profil auf einem Handy, auf dem Sie nicht gerade die Website bearbeiten. Folgen Sie dem Link und erledigen Sie die versprochene Aufgabe. Prüfen Sie, ob eine Weiterleitung funktioniert, die Seite verschlüsselt erreichbar ist und auf dem kleineren Bildschirm weder Menü noch Hinweisbanner den Weg verdecken. Der Test endet erst, wenn eine Anfrage oder Buchung beim vorgesehenen Empfänger angekommen ist.
Bei einem externen Buchungsdienst endet die Verantwortung für den Ablauf nicht an der eigenen Website. Stimmen der angezeigte Betrieb, angebotene Leistungen und Terminarten? Gibt es einen verständlichen Rückweg? Welche Nachricht erhält der Kunde? Diese Fragen gehören auch dann zur Abnahme, wenn ein Dienstleister lediglich einen Link eingebaut hat. Grundlagen dazu finden Sie im Beitrag zur Online-Terminbuchung auf der Website.
Änderungen einmal erfassen und an allen betroffenen Stellen prüfen
Führen Sie eine überschaubare Liste mit Angabe, zuständiger Person und Veröffentlichungsort. Für unser Café stehen darin beispielsweise Telefonnummer, reguläre Zeiten, Feiertagsänderungen und die Adresse der Speisekarte. Ändert sich eine Angabe, lässt sich gezielt prüfen, wo sie verwendet wird. Die Liste braucht kein großes Verwaltungssystem; sie braucht einen verlässlichen Verantwortlichen.
Besonders bei einem Website-Relaunch werden frühere Zieladressen schnell übersehen. Eine neue Speisekarte kann bereits erreichbar sein, während im Unternehmensprofil noch die alte Datei verlinkt ist. Testen Sie daher die öffentlich eingetragenen Links nach der Veröffentlichung erneut. Die Aufstellung der bisherigen Ziele sollte Teil der Relaunch-Checkliste werden.
Wenn Sie zusätzlich die Google-Bewertung auf Ihrer Website zeigen, gehört auch dieser Bereich in die Pflegeliste: Herkunft, Link zum Profil und angezeigte Angaben müssen nachvollziehbar bleiben. Der Leitfaden Google-Bewertungen auf der Website einbinden hilft bei der Auswahl zwischen einem einfachen Link, einer Kennzahl und einem Widget sowie bei der späteren Kontrolle.
Was sich dadurch verbessern kann und was nicht versprochen wird
Die direkte Wirkung dieses Schritts ist ein klarerer Weg vom Profil zur passenden Information. Ob daraus mehr geeignete Anfragen entstehen, lässt sich anschließend anhand Ihrer tatsächlichen Kontakte und verfügbaren Messdaten beurteilen. Die Verlinkung allein ist kein Beleg für einen höheren Platz in Google Maps.
Google nennt für lokale Ergebnisse unter anderem Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Vollständige, korrekte Angaben unterstützen ein verständliches Profil; die Entfernung eines Suchenden lässt sich durch eine andere Zieladresse nicht verändern. Eine bestimmte Position kann deshalb nicht aus diesem einzelnen Arbeitsschritt abgeleitet werden. Quelle: Google zur lokalen Rangfolge.
Eine kleine, konkrete Verbesserung beauftragen
Senden Sie für die Prüfung den Link zu Ihrem vorhandenen Profil, Ihre Website und die wichtigsten Kundenhandlungen. Für den ersten Überblick werden keine Passwörter benötigt. PEMKO kann die passenden Zielseiten, deren mobile Bedienung und die Verknüpfungen in einem überschaubaren Umfang prüfen. Über Projekt anfragen beschreiben Sie, ob Interessenten vor allem anrufen, buchen, bestellen oder ein Angebot erhalten sollen.
Quellen
Ihr nächster Schritt
Besprechen wir Ihre Website.
Welche Leistungen bieten Sie an? Was soll ein Besucher auf Ihrer Website erledigen können? Mit diesen Angaben beginnt die Planung.
Projekt anfragenAktualisiert am 12.10.2026 · Weitere Ratgeber
