Inhalt dieses Ratgebers
Ein Besucher kennt sein Problem, aber nicht Ihre Fachbegriffe. Er sucht nach „Dichtung wechseln“, während die Website ausschließlich „Austausch des Dichtprofils“ nennt. Gibt die Suche keine Treffer aus, bleibt die passende Leistung verborgen. Ein zusätzliches Suchfeld löst diese Lücke erst dann, wenn Suchbegriffe, erfasste Inhalte und Ergebnisdarstellung zusammenpassen.
Eine interne Website-Suche lässt sich mit einem kleinen Testbestand planen: einige häufige Aufgaben, die gewünschten Zielseiten und bewusst schwierige Fälle. Das Ergebnis ist keine allgemeine Liste möglicher Plugins. Es ist eine Beschreibung, was Besucher finden sollen und woran Sie die Qualität der eingerichteten Suche abnehmen können.
Suchaufgaben aus echten Rückfragen sammeln
Beginnen Sie mit Fragen, die Ihr Team bereits beantwortet. Welche Leistung meint jemand mit „Fenster zieht“? Wo befindet sich die aktuelle Montageanleitung? Welche Ersatzteilbezeichnung steht auf einem älteren Produkt? Notieren Sie die verwendeten Worte möglichst unverändert. Fachlich korrekte, aber intern erfundene Suchbegriffe ergeben einen zu einfachen Test.
Daneben gehört die erwartete Zielseite. Wenn zu einer wichtigen Frage noch kein brauchbarer Inhalt existiert, wird zunächst dieser Inhalt benötigt. Die Suche kann eine fehlende Erklärung nicht ersetzen. Der Beitrag zum Aufbau einer Firmenwebsite hilft, die Inhalte den Aufgaben zuzuordnen; hier wird anschließend geprüft, ob Besucher diese Inhalte auch mit eigenen Worten erreichen.
Ein fiktiver technischer Anbieter als Testfall
Der folgende Anbieter ist frei erfunden. Er wartet Fensteranlagen, verkauft einzelne Ersatzteile und stellt Montageunterlagen bereit. Auf der Website liegen Leistungsseiten, Artikel und PDF-Dateien. Eine allgemeine Suche soll diese Angebote verständlich unterscheiden. Der Besucher, der eine Reparatur benötigt, soll nicht zuerst zehn alte Produktdatenblätter durchsuchen müssen.
Für die Probe werden fünf Aufgaben festgelegt. Das Team bestimmt nicht für jeden Begriff zwingend einen einzigen Treffer. Es legt jedoch fest, welches sinnvolle Ziel weit oben erscheinen soll und welche veralteten oder internen Inhalte dort nichts zu suchen haben. Diese fachliche Bewertung ist die Grundlage für spätere Einstellungen.
| Eingabe | Brauchbares Ziel | Zu prüfender Fehler |
|---|---|---|
| Dichtung wechseln | Leistung „Dichtprofil austauschen“ | Fachbegriff wird nicht erkannt |
| Montage Anleitung | Aktuelle Anleitung mit Produktzuordnung | Alte Fassung erscheint zuerst |
| Fenster Wartng | Wartungsleistung oder nachvollziehbarer Hinweis | Tippfehler endet ohne Hilfe |
| AB-204 | Passendes Ersatzteil | Artikelkennung wird ignoriert |
| Garagentor | Ehrlicher Nulltrefferweg | Unpassende Leistung wird behauptet |
Welche Inhalte soll die Suche erfassen?
Schreiben Sie die Inhaltstypen auf: Seiten, Beiträge, Produkte, Dokumentbeschreibungen und gegebenenfalls freigegebene PDF-Inhalte. Ein Dateiname und eine HTML-Beschreibung sind etwas anderes als der Volltext einer Datei. Ob PDF-Inhalte erfasst werden können, hängt vom eingesetzten Suchsystem und der Aufbereitung ab. Eine gescannte Bildseite kann dafür eine Texterkennung benötigen.
Bei WordPress beschreibt der Suchblock die Einbindung und Gestaltung des Eingabefelds. Die zugrunde liegende Abfrage und deren Grenzen sind eine eigene Frage. Die Dokumentation von WP_Query führt Suchparameter sowie durchsuchbare Textfelder auf. Daraus folgt keine automatische Volltextsuche in allen Dateien oder eine fertige fachliche Synonymliste.
Interne Entwürfe, geschützte Kundendokumente und zurückgezogene Anleitungen werden getrennt betrachtet. In der Abnahme genügt es nicht, dass ein geschützter Inhalt nach dem Klick eine Anmeldung verlangt. Schon Titel oder Textauszug können vertrauliche Angaben enthalten. Für einen geschützten Bereich muss deshalb geklärt und geprüft werden, was ein nicht angemeldeter Besucher überhaupt als Treffer sehen darf.
Synonyme brauchen fachliche Grenzen
Im Beispiel können „Dichtung wechseln“ und „Dichtprofil austauschen“ dieselbe Aufgabe beschreiben. „Fenster abdichten“ kann dagegen eine zusätzliche Bedeutung haben. Lassen Sie deshalb eine fachkundige Person entscheiden, welche Begriffe zusammengehören. Eine pauschale Zuordnung aller ähnlichen Wörter kann falsche Treffer erzeugen und die Suchfunktion weniger hilfreich machen.
Eine kleine gepflegte Liste eignet sich für den ersten Ausbau. Sie enthält Besucherbegriff, Fachbegriff und das gewünschte Ziel. Auch Kurzbezeichnungen, Schreibweisen mit und ohne Bindestrich sowie Artikelnummern können dazugehören. Tippfehlertoleranz wird mit konkreten Beispielen getestet. Sie darf einen unbekannten Suchbegriff nicht automatisch in ein Angebot umdeuten, das Sie tatsächlich nicht haben.
Die Ergebnisliste muss eine Entscheidung erleichtern
Ein Titel wie „Informationen“ ist selbst als technisch korrekter Treffer wenig aussagekräftig. Benennen Sie, was sich dahinter befindet: eine Leistung, ein Ersatzteil, ein Ratgeber oder eine Anleitung. Ein kurzer Ausschnitt erklärt den Bezug zur Suche. Für Dokumente helfen Produktzuordnung, Sprache und Stand; eine reine Liste kryptischer Dateinamen zwingt den Besucher zu mehreren Downloads.
Besprechen Sie die Reihenfolge anhand der Testaufgaben. Soll bei einer Reparaturfrage zuerst die beauftragbare Leistung und darunter die passende Erklärung erscheinen? Soll eine exakte Artikelkennung vor allgemeinen Beiträgen stehen? Diese Entscheidungen müssen zum Angebot passen. Ein Produktfinder ist eine andere Funktion: Er führt mit Fragen durch eine Auswahl und wird durch die freie Texteingabe nicht automatisch ersetzt.
Auch ohne Treffer einen brauchbaren nächsten Schritt anbieten
„Keine Ergebnisse“ darf eine ehrliche Antwort bleiben. Zeigen Sie die eingegebene Suche, ermöglichen Sie eine Korrektur und verweisen Sie auf passende Hauptbereiche oder eine gezielte Rückfrage. Im fiktiven Beispiel wird für „Garagentor“ keine Fensterleistung als angeblich passende Lösung ausgegeben. Der Besucher kann stattdessen den Leistungsumfang prüfen oder nachfragen, ob sein Fall übernommen wird.
Für eine Anfrage kann der Suchbegriff freiwillig mitgegeben werden. Eine solche Übernahme sollte sichtbar sein und keine zusätzlichen persönlichen Angaben voraussetzen, nur um einen fehlenden Treffer zu melden. Wenn Suchprotokolle ausgewertet werden sollen, gehören Zweck, Zugriff und Aufbewahrung in die Planung. Suchfelder können unbeabsichtigt persönliche Angaben enthalten; eine unbegrenzte Sammlung ist keine notwendige Voraussetzung einer guten Suche.
Fünf Prüfungen mit derselben Suchliste
- Alltagsbegriff eingeben: Prüfen Sie, ob die fachlich zugeordnete Leistungsseite auf der ersten Ergebnisansicht erkennbar ist.
- Dokumentstand vergleichen: Suchen Sie nach der Anleitung und öffnen Sie den Treffer. Kennzeichnung und tatsächlich gelieferte Fassung müssen zusammenpassen.
- Fehleingabe ausprobieren: Verwenden Sie den vereinbarten Tippfehler. Prüfen Sie einen passenden Hinweis, statt jede Schreibweise als automatisch unterstützt vorauszusetzen.
- Mit Tastatur und Smartphone suchen: Eingabe, Absenden, Ergebnislinks und erneute Suche müssen bedienbar und verständlich beschriftet sein.
- Ausgeschlossenen Inhalt suchen: Kontrollieren Sie mit einem nicht angemeldeten Testzugang, dass vertrauliche Titel und Auszüge nicht öffentlich erscheinen.
Die Suchfunktion anhand dieser Aufgaben anfragen
Eine kleine Website kann mit einer klaren Struktur und einer einfachen Suche gut funktionieren. Ein größerer Dokumentbestand benötigt möglicherweise einen zusätzlichen Index und regelmäßige Aktualisierung. Die Entscheidung fällt nach der Inhaltsaufnahme und dem Suchtestset. Eine neue Suchtechnik ist erst hilfreich, wenn die wichtigsten Aufgaben damit nachweisbar besser gelöst werden.
Senden Sie für eine Projektanfrage an PEMKO Ihre Webadresse, etwa zehn wichtige Suchaufgaben und die dazu erwarteten Ziele. Ergänzen Sie, welche Dokumente öffentlich sind und wer neue Inhalte pflegt. Daraus lässt sich eine Suchfunktion mit klar abgegrenztem Inhalt, nachvollziehbarer Ergebnisdarstellung und wiederholbaren Abnahmetests planen.
Ihr nächster Schritt
Besprechen wir Ihre Website.
Welche Leistungen bieten Sie an? Was soll ein Besucher auf Ihrer Website erledigen können? Mit diesen Angaben beginnt die Planung.
Projekt anfragenAktualisiert am 01.10.2026 · Weitere Ratgeber
