Ratgeber / Planung & Praxis

Mehrsprachige Website erstellen lassen: Was gehört dazu?

Mehrsprachige Firmenwebsite planen: Inhalte, Übersetzung, Sprachwechsel, SEO und spätere Pflege. So beschreiben Sie den Auftrag nachvollziehbar.

Aufgeschlagenes Wörterbuch mit englischen und spanischen Begriffen
Symbolbild · Foto: Arturo Añez. / Pexels
Przemyslaw Martyna · PEMKO4 Min. Lesezeit
Inhalt dieses Ratgebers

Eine mehrsprachige Website braucht mehr als einen Sprachschalter. Jede veröffentlichte Fassung muss die Informationen enthalten, die Ihre Kunden benötigen, und einen funktionierenden Kontaktweg bieten. Zur Beauftragung gehören deshalb Sprachumfang, Übersetzung, technische Zuordnung und spätere Pflege. Welche Sprachen benötigen Ihre Kunden, und in welchen können Sie Anfragen bearbeiten? Davon hängt ab, mit welchen Sprachfassungen Sie starten sollten.

Sprachen und Märkte nicht gleichsetzen

Eine englische Website kann unterschiedliche Zielgruppen bedienen. Daraus folgt noch nicht, dass Sie für jedes Land eine eigene Fassung benötigen. Klären Sie, ob sich nur die Sprache oder auch Angebot, Ansprechpartner und Bedingungen unterscheiden. Wenn alle Kunden dieselbe Leistung erhalten, kann eine gemeinsame Sprachfassung ausreichen. Gibt es tatsächlich unterschiedliche Angebote, müssen diese Unterschiede verständlich dargestellt werden. Schreiben Sie diese Entscheidung ins Briefing. Sie beeinflusst die Seitenstruktur und verhindert, dass später ähnliche Fassungen ohne klaren Zweck parallel gepflegt werden.

Den Umfang pro Sprache ausdrücklich festlegen

Erstellen Sie eine kleine Inhaltsliste mit Seiten und vorgesehenen Sprachen. Startseite, Leistungen, ausgewählte Arbeitsproben und Kontakt bilden häufig den ersten zusammenhängenden Umfang. Es muss erkennbar sein, welche weiteren Inhalte übersetzt werden und welche vorerst nur in einer Sprache existieren. Eine Navigation sollte nicht unvermittelt zu anderssprachigen Formularen führen. Denken Sie auch an Fehlermeldungen, Bestätigungen und Beschriftungen. Diese kurzen Texte werden leicht vergessen, obwohl Besucher gerade beim Kontakt auf eine verständliche Rückmeldung angewiesen sind.

Übersetzung braucht fachliche Freigabe

Automatisch erzeugte Texte können als Entwurf dienen, sollten jedoch von einer sprachlich und fachlich geeigneten Person geprüft werden. Unternehmensbegriffe, Leistungsgrenzen und Ton müssen in jeder Fassung stimmen. Eine wörtliche Übertragung ist nicht immer verständlich. Arbeiten Sie mit freigegebenen Begriffen und prüfen Sie Namen, Maße sowie Zeitangaben. Fachliche und rechtlich relevante Inhalte benötigen passende Zuständigkeiten für die Freigabe. Die Planung von Website-Texten sollte deshalb auch Übersetzungen und Korrekturrunden berücksichtigen, statt nur die ursprüngliche Fassung als abgeschlossen anzusehen.

Jede Sprachfassung braucht einen verlässlichen Weg

Google beschreibt für mehrsprachige Websites die Verwendung unterschiedlicher URLs und die Zuordnung entsprechender Fassungen mit hreflang. Für Ihren Auftrag bedeutet das: Der Sprachwechsel und die technische Verknüpfung werden mitgeplant und getestet. Besucher sollten eine Sprache selbst wählen können. Wenn eine Übersetzung der gerade geöffneten Seite fehlt, braucht es einen verständlichen Umgang damit. Ein Sprachwechsel, der immer auf der Startseite endet, kann eine gerade begonnene Informationssuche unnötig unterbrechen.

Layout und Formulare in jeder Sprache prüfen

Übersetzungen benötigen unterschiedlich viel Platz. Eine Schaltfläche oder ein Menüpunkt kann deshalb in einer Fassung gut aussehen und in einer anderen umbrechen. Prüfen Sie die tatsächlichen Texte auf großen und kleinen Bildschirmen. Testen Sie außerdem Anfragen in allen angebotenen Sprachen: Kommt die Nachricht an, ist die Zuordnung klar und stimmt die Bestätigung? Die technische Lösung sollte zu Ihren Bearbeitungsabläufen passen. Eine vollständig übersetzte Oberfläche nützt wenig, wenn das Team später nicht erkennt, in welcher Sprache eine Rückmeldung erwartet wird.

Aktualisierungen bereits im Angebot berücksichtigen

Wenn sich eine Leistung ändert, betrifft das unter Umständen mehrere Sprachfassungen. Legen Sie fest, wer Änderungen meldet, übersetzt und freigibt. Ein Angebot sollte Einrichtung, erste Übersetzung, mögliche Softwarekosten und die spätere Betreuung getrennt ausweisen. Die Website-Briefing-Checkliste hilft Ihnen, Sprachen und vorhandene Inhalte vor der Anfrage zu sammeln. Wenn Sie eine mehrsprachige Website erstellen lassen möchten, nennen Sie PEMKO Ihre Zielgruppen und gewünschten Sprachen. Wir klären dann, welche Seiten übersetzt werden sollen und wer spätere Änderungen übernimmt.

Ihr nächster Schritt

Besprechen wir Ihre Website.

Welche Leistungen bieten Sie an? Was soll ein Besucher auf Ihrer Website erledigen können? Mit diesen Angaben beginnt die Planung.

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Aktualisiert am 19.09.2026 · Weitere Ratgeber

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