Ratgeber / Planung & Praxis

Referenzen auf der Website: Projekte verständlich zeigen

Eine gute Referenz erklärt Aufgabe, eigenen Anteil und Ergebnis. So wird aus einzelnen Projektbildern eine nachvollziehbare Arbeitsprobe für neue Interessenten.

Kamera und Auswahl gedruckter Fotografien auf einem Tisch
Symbolbild · Foto: ready made / Pexels
Przemyslaw Martyna · PEMKO7 Min. Lesezeit
Inhalt dieses Ratgebers

Referenzen auf einer Firmenwebsite sollen Interessenten helfen, Ihre Arbeit einzuschätzen. Ein schönes Foto zeigt ein Ergebnis. Ohne Erklärung bleibt jedoch offen, welche Aufgabe Ihr Unternehmen hatte, welche Leistungen Sie übernommen haben und ob ein ähnliches Vorhaben bei Ihnen richtig wäre.

Für eine überzeugende Projektseite brauchen Sie deshalb keine möglichst große Bildsammlung. Eine kleine Auswahl nachvollziehbar beschriebener Arbeiten kann mehr Orientierung geben. Entscheidend ist, dass Bilder, Text und der benannte Leistungsumfang zusammenpassen.

Projekte nach ihrer Aussage auswählen

Beginnen Sie bei den Leistungen, die Sie künftig anbieten möchten. Wählen Sie ein Projekt, das eine typische Aufgabe verständlich zeigt, und ergänzen Sie gegebenenfalls eine Arbeit mit einer anderen Anforderung. Fünf sehr ähnliche Fotoserien erklären nicht unbedingt mehr als zwei gut eingeordnete Projekte.

Prüfen Sie vor der Auswahl, welches Material freigegeben ist und welchen Anteil Sie belegen können. Bei einer gemeinsamen Arbeit wird der eigene Beitrag konkret benannt. Wenn Ihr Unternehmen die Montage übernommen hat, sollte der Text nicht den Eindruck erwecken, auch Entwurf und Herstellung stammten von Ihnen.

Ältere Projekte können weiterhin geeignet sein, wenn sie Ihre heutige Leistung zutreffend zeigen. Falls Ausstattung, Arbeitsweise oder Angebot inzwischen verändert wurden, ergänzen Sie die nötige Einordnung oder wählen eine passendere Referenz.

Vier Fragen geben einer Projektseite Struktur

  1. Ausgangslage: Welche Aufgabe lag vor und was war an der Situation wichtig?
  2. Eigene Leistung: Welche Planung, Ausführung oder Betreuung haben Sie tatsächlich übernommen?
  3. Umsetzung: Welche Entscheidung oder welches Detail zeigt Ihre Arbeitsweise?
  4. Ergebnis: Was wurde fertiggestellt oder nachweisbar verbessert?

Diese Gliederung ist eine Hilfe für die Redaktion, keine Pflicht zu vier gleich langen Absätzen. Ein kleiner Auftrag kann mit einem kurzen Text und zwei gut gewählten Bildern erklärt werden. Ein komplexeres Projekt braucht mehr Raum, damit der Zusammenhang verständlich bleibt.

So könnte eine konkrete Referenz aussehen

Fiktives Beispiel für eine Schreinerei: Der folgende Projekttext wurde zur Veranschaulichung geschrieben. Er beschreibt keinen realen Auftrag und keine Arbeit von PEMKO.

Stauraum unter einer Dachschräge

Aufgabe: In einem kleinen Arbeitszimmer sollte der vorhandene Raum unter der Schräge für Unterlagen genutzt werden. Der Schreibtisch und ein vorhandenes Fenster sollten weiterhin gut erreichbar bleiben.

Unser Anteil: Wir übernahmen Aufmaß, Entwurf, Fertigung und Montage des Einbaus. Die Farbwahl wurde mit dem Auftraggeber abgestimmt. Die übrige Raumausstattung war bereits vorhanden und gehörte nicht zu unserem Auftrag.

Umsetzung: Die Aufteilung verbindet geschlossene Fächer mit einem offenen Bereich für häufig benötigte Unterlagen. Der Entwurf berücksichtigt die Schräge und die benötigten Bewegungsflächen. Eine Detailaufnahme zeigt die Aufteilung an der niedrigsten Stelle.

Ergebnis: Der fertig montierte Einbau folgt der Dachschräge und lässt den Zugang zum Fenster frei. Gezeigt werden eine Gesamtansicht zur räumlichen Einordnung und zwei Details der fertigen Ausführung.

Der Text enthält keine pauschale Aussage wie „100 Prozent zufriedene Kunden“. Er macht die Aufgabe, den eigenen Beitrag und das sichtbare Ergebnis nachvollziehbar. Ein reales Projekt kann nach demselben Prinzip beschrieben werden, benötigt dafür aber seine eigenen geprüften Angaben.

Jedes Bild braucht eine erkennbare Aufgabe

Eine Gesamtansicht erklärt den Zusammenhang. Eine Detailaufnahme zeigt eine Besonderheit. Ein Vorher-Bild kann sinnvoll sein, wenn es den Ausgangszustand nachvollziehbar macht. Wählen Sie ähnliche Blickwinkel, wenn Sie einen direkten Vorher-Nachher-Vergleich anbieten.

Bildunterschriften können erklären, was auf den ersten Blick unklar bleibt: „Geschlossener Stauraum an der niedrigen Raumseite“ ist hilfreicher als „Projekt 7“. Informative Bilder benötigen außerdem passende Textalternativen. Das W3C erläutert, dass diese die relevante Bildinformation vermitteln sollen. Eine bloße Aneinanderreihung von Suchbegriffen erfüllt diesen Zweck nicht.

Prüfen Sie die Bildauswahl auf dem Smartphone. Ist das entscheidende Detail im zugeschnittenen Bild noch sichtbar? Müssen Texte auf einem Screenshot stark vergrößert werden? Für die Vorbereitung neuer Aufnahmen hilft der Beitrag Fotos für die Website planen.

Ein kurzer Film kann ergänzend einen Montageablauf oder ein bewegtes Detail erklären. Benennen Sie vor dem Start, was zu sehen ist, und lassen Sie die wesentliche Aussage auch als Text erreichbar. Wie Sie Vorschau, Wiedergabe und Untertitel dafür prüfen, erläutert Videos auf der Firmenwebsite einbinden.

Eine Musikreferenz lässt sich auch anhören

Bei Musikprojekten kann ein Hörbeispiel mehr über die Arbeit vermitteln als ein Bildschirmfoto. Die PEMKO-Referenz Tobias Braun Music zeigt einen Auftritt für Film- und Medienmusik mit geordneten Musiklisten und einem bedienbaren Player. Besucher können ein Stück auswählen, es selbst starten und auf derselben Seite die Vita lesen, während die Wiedergabe weiterläuft.

Für die Beschreibung einer solchen Referenz sind die Ordnung der Musik, der Weg zum Anhören und die erreichbaren Kontaktinformationen konkrete Anknüpfungspunkte. Ordnen Sie Hörbeispiele nach Ihrer tatsächlichen Arbeit und ergänzen Sie verständliche Titel oder Angaben zum Zusammenhang. Mehr Anfragen oder andere geschäftliche Wirkungen sind damit noch nicht belegt.


Eine Umzugswebsite anhand ihrer Aufgaben beschreiben

Die PEMKO-Referenz Raunheim Umzug zeigt, wie sich eine Website sachlich einordnen lässt: eigene Leistungsseiten, eine schematische Regionalübersicht, praktische Umzugshinweise und eine Anfrage mit Leistung, Start- und Zielort. Diese sichtbaren Entscheidungen beschreiben den Aufbau und den Kontaktweg.

Die Projektansicht belegt die Gestaltung der Website. Das Fahrzeugmotiv ist auf der Kundenwebsite als Visualisierung eingeordnet; es belegt keinen bestimmten ausgeführten Umzug. Auch zusätzliche Anfragen oder bessere Suchpositionen lassen sich aus einem Bildschirmfoto nicht ableiten.

Ergebnisse präzise und belegbar benennen

Ein fertiggestellter Einbau, eine eingerichtete Terminbuchung oder eine neu strukturierte Speisekarte sind konkrete Ergebnisse. Mehr Umsatz, Zeitersparnis oder zusätzliche Anfragen sind dagegen messbare Wirkungen. Nennen Sie solche Wirkungen nur, wenn passende Daten vorliegen und ihre Veröffentlichung freigegeben ist.

Zu einer Kennzahl gehören Zeitraum, Messgröße und Vergleich. „Mehr Besucher“ bleibt unklar, wenn im einen Zeitraum Seitenaufrufe und im anderen Suchklicks gezählt wurden. Ein Entwurf oder eine Übungsarbeit kann ebenfalls Ihre Gestaltung zeigen, muss aber als solcher erkennbar sein. Er darf keinen Kundenauftrag oder gemessenen Erfolg vortäuschen.

Auch vertrauliche Projekte lassen sich einordnen

Wenn Namen oder Innenräume nicht veröffentlicht werden dürfen, prüfen Sie zuerst, welche sachlichen Informationen freigegeben werden können. Eine anonymisierte Beschreibung von Aufgabe und eigenem Anteil kann nützlich sein. Auch dann dürfen Details nicht indirekt mehr offenlegen als vereinbart.

Fehlt eine Veröffentlichungsfreigabe, ist das Weglassen des Materials besser als ein vermeintlicher Beleg. Ein Stockfoto kann einen redaktionellen Artikel illustrieren, aber nicht die ausgeführte Arbeit eines Kundenprojekts nachweisen. Klären Sie daher vor dem Aufbau der Referenzseite, welche Bilder und Texte tatsächlich verwendet werden können.

Von der Referenz zur passenden Leistung führen

Unter einem Projekt sollte erkennbar sein, welche ähnliche Leistung angefragt werden kann. Verlinken Sie die passende Leistungsbeschreibung und nennen Sie einige Angaben, die den Einstieg erleichtern. Ein Interessent für Einbaumöbel könnte etwa Raum, ungefähre Maße und das gewünschte Nutzungskonzept beschreiben.

In einer umfangreicheren Übersicht helfen verständliche Kategorien. Bei wenigen Projekten genügt häufig eine klare Auswahl. Für Bilder, Überschriften und Projektdaten lohnt sich ein einheitlicher Aufbau, damit Interessenten die Arbeiten vergleichen können.

PEMKO unterstützt bei der Auswahl, sprachlichen Einordnung und Gestaltung Ihrer Referenzseiten. Senden Sie für eine Projektanfrage zwei oder drei freigegebene Arbeiten mit einer kurzen Beschreibung Ihres Anteils. Daraus lässt sich eine Präsentation entwickeln, die Ihre Leistungen erklärt und den Kontakt erleichtert.

Ihr nächster Schritt

Besprechen wir Ihre Website.

Welche Leistungen bieten Sie an? Was soll ein Besucher auf Ihrer Website erledigen können? Mit diesen Angaben beginnt die Planung.

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Aktualisiert am 12.10.2026 · Weitere Ratgeber