Ratgeber / Planung & Praxis

Produkte kostenlos bei Google anzeigen: Den Onlineshop vorbereiten

So bereiten Sie Produktdaten und Shop für kostenlose Google-Einträge vor – mit Musterprodukt, Datenquelle und den relevanten Änderungen von 2026.

Regale mit Handtaschen und dekorativen Gegenständen
Symbolbild · Foto: Syed Qaarif Andrabi / Pexels
Przemyslaw Martyna · PEMKO5 Min. Lesezeit
Inhalt dieses Ratgebers

Wenn Sie Produkte über Ihren eigenen Onlineshop verkaufen, können kostenlose Produkteinträge bei Google ein zusätzlicher Weg zu passenden Interessenten sein. Dafür müssen Produktseite, übermittelte Produktdaten und die tatsächlichen Verkaufsbedingungen zusammenpassen. Ein eingerichtetes Merchant-Center-Konto allein beantwortet diese Aufgabe noch nicht.

Die kostenlosen Einträge sind ein anderer Kanal als bezahlte Shopping-Anzeigen. Google entscheidet, ob und wo geeignete Produkte erscheinen. Eine Freischaltung garantiert deshalb weder Einblendungen noch Bestellungen. Sie können aber dafür sorgen, dass Ihr Sortiment vollständig und verlässlich bereitsteht.

Mit einem Produkt beginnen, das Ihren Shop gut abbildet

Wählen Sie für die Einrichtung einen typischen Artikel mit den Besonderheiten Ihres Sortiments. Ein Produkt mit mehreren Größen oder Farben ist aufschlussreicher als ein besonders einfacher Testartikel, wenn später fast alle Waren Varianten haben. Ergänzen Sie einen ausverkauften Artikel und gegebenenfalls ein Produkt mit abweichender Lieferung.

Ein Beispiel: Sie verkaufen eine Tasche in Schwarz und Beige. Beide Ausführungen besitzen eigene Artikelnummern, Bilder und Bestände. Ein Besucher, der die beige Tasche gefunden hat, sollte auf der passenden Auswahl landen. Er muss dort den dazugehörigen Preis, die Lieferinformation und ein zutreffendes Bild sehen. Eine allgemeine Kategorie mit zehn anderen Taschen erfüllt diese Erwartung nicht.

Diese Angaben sollten Sie für die Einrichtung zusammentragen

Die folgende Arbeitsvorlage hilft, fehlende Informationen vor der Übertragung zu erkennen. Welche Attribute Google im konkreten Fall verlangt, richtet sich unter anderem nach Produktart und vorhandenen Produktkennungen.

Vorlage für ein Musterprodukt
Angabe Ihre Vorbereitung
Artikel und Variante Interne Artikelnummer, tatsächlich angebotene Ausführung und Verbindung zu anderen Varianten.
Produktseite Die öffentliche Adresse, auf der genau diese Ausführung erkennbar und bestellbar ist.
Beschreibung und Bild Freigegebene Produktmerkmale und ein Bild der angebotenen Ware; keine erfundenen Eigenschaften.
Preis und Bestand Das zuständige System und der Zeitpunkt, zu dem Änderungen im Shop ankommen.
Lieferung Tatsächlich angebotene Liefergebiete, Versandkosten und zutreffende Bearbeitungsangaben.

Vorhandene Herstellerkennungen übernehmen Sie aus einer verlässlichen Quelle. Fehlende Kennungen werden nicht durch ausgedachte Nummern ersetzt. Bei Varianten muss außerdem klar sein, welche Eigenschaften zur gemeinsamen Produktgruppe und welche zur einzelnen Ausführung gehören.

Die Datenquelle festlegen, bevor mehrere Systeme gepflegt werden

Wer ändert bei Ihnen einen Preis? Vielleicht pflegen Sie ihn direkt in WooCommerce, vielleicht kommt er aus einer Warenwirtschaft. Die Google-Anbindung sollte zu diesem Ablauf passen. Werden dieselben Angaben unabhängig an mehreren Stellen geändert, bleibt leicht ein alter Stand zurück.

Lassen Sie sich anhand des Musterprodukts zeigen, wo eine Änderung beginnt und wann sie im nächsten System sichtbar wird. Dazu gehört ein Fehlerfall: Die Übertragung fällt aus, während sich der Bestand ändert. Es muss erkennbar sein, wer davon erfährt und wie eine Korrektur angestoßen wird. Bei umfangreichen Sortimenten ist diese laufende Pflege oft wichtiger als der erste Import.

Das betrifft auch die Website selbst. Sichtbare Produktangaben, technisch ausgezeichnete Produktinformationen und übermittelte Daten dürfen sich nicht widersprechen. Google empfiehlt ausdrücklich, die Informationen im Merchant Center mit dem Shop abzugleichen.

Was die Änderungen von 2026 für Ihre Vorbereitung bedeuten

Google hat am 14. April 2026 seine Produktdatenspezifikation erweitert. Dazu gehören zusätzliche Versandangaben und ein optionales Feld für Produktvideos. Solche Felder sind nützlich, wenn sie einen tatsächlichen Ablauf oder ein vorhandenes gutes Video beschreiben. Sie ersetzen keine fehlende oder unklare Produktseite.

Für die Bildplanung ist auch eine angekündigte Änderung relevant: Ab dem 31. Januar 2027 soll die Mindestauflösung eingereichter Produktbilder grundsätzlich 500 × 500 Pixel betragen. Merchant Center meldet betroffene Bilder bereits vor diesem Termin. Wenn Sie 2026 neue Produktfotos aufbereiten lassen, sollte die nutzbare Originaldatei daher nicht auf kleine Vorschaubilder beschränkt sein. Prüfen Sie den aktuellen Hinweis für Ihr konkretes Produkt; bloßes Vergrößern macht ein unscharfes Ausgangsbild nicht besser.

Nach der Einrichtung den tatsächlichen Zustand prüfen

Ein sinnvoller Übergabetermin findet erst statt, wenn die ausgewählten Produkte übertragen und die Rückmeldungen des Systems geprüft wurden. Lassen Sie sich zeigen, wo Sie Probleme finden, wie die betroffenen Artikel identifiziert werden und welche Person eine Korrektur übernimmt. Eine Liste ungeklärter Meldungen gehört sichtbar zur Übergabe.

Für die spätere Auswertung sind verschiedene Fragen zu trennen: Ist ein Produkt für die Darstellung geeignet? Wird es tatsächlich eingeblendet? Öffnen Interessenten die Produktseite? Entstehen daraus Bestellungen? Ein technischer Freigabestatus beantwortet nur die erste Frage. Vergleichen Sie zusammenhängende Zeiträume und halten Sie größere Sortimentsänderungen fest, damit Entwicklungen einzuordnen sind.

Merchant Center zusammen mit Ihrem Shop planen

Für eine Anfrage reichen zunächst Ihre Shopadresse, das verwendete System, die ungefähre Anzahl der Artikel und die Quelle Ihrer Produktdaten. Sagen Sie auch, ob ein Merchant-Center-Konto vorhanden ist und welche Meldungen Sie dort sehen. Zugangsdaten sollten nicht im ersten Kontaktformular stehen.

PEMKO kann mit Ihnen klären, welche Arbeiten an Onlineshop und Produktseiten nötig sind und wie die Datenanbindung in den Projektumfang passt. Die Checkliste für Shopangebot und Abnahme hilft bei der Abgrenzung zu Zahlung, Versand und übrigen Shopfunktionen. Beschreiben Sie Ihren Shop und den aktuellen Stand; daraus lässt sich ein konkreter Einrichtungs- oder Überarbeitungsauftrag entwickeln.

Quellen und weiterführende Informationen

Stand der genannten Plattforminformationen: September 2026.

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Welche Leistungen bieten Sie an? Was soll ein Besucher auf Ihrer Website erledigen können? Mit diesen Angaben beginnt die Planung.

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Aktualisiert am 27.09.2026 · Weitere Ratgeber

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